Senatola

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10. Oktober 2026 · aus dem Deutschen · 8 Sätze

Weißt du, wie viel Sterne stehen

Quelle: Wilhelm Hey (1837), Originaltext (gemeinfrei), nach de.wikipedia.org („Weißt du, wie viel Sternlein stehen“). Die heute übliche Fassung („Sternlein“) weicht leicht ab.

Wörtlich: MZ = ma, FRAGE = ka, VERG = po, NAH = hi, AUCH = mo. Zusammensetzungen mit Bindestrich.

Ganzer Text am Stück

ka tu rike, de duvu ka buva fale di goka besi? ka tu rike, de duvu ka dola nube lipo he bida nali? lavema toge po ma lo, su nomu tama vufale fu lo ko duva nali biri. ka tu rike, de duvu ka vemisa lufe di rida lumi sela? ka tu rike, de duvu ka fokisa vuridene lo luti di nima lumi? lavema senafase po meba ma lo, su nalu lo gole po va vela, su ma lo duvu hi bale di lusa hi. ka tu rike, de duvu ka pina bamapime bofo ko femotisa lo luti? ma lo bale sa venela su goma ru nupa. lavema je fale di goka bale di tama nalu lo. lo rike tu mo, su lo nile tu.

Weißt du, wie viel Sterne stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du, wie viel Wolken gehen weithin über alle Welt? Gott der Herr hat sie gezählet, daß ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl. Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der hellen Sonnenglut? Wie viel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott der Herr rief sie mit Namen, daß sie all ins Leben kamen, daß sie nun so fröhlich sind. Weißt du, wie viel Kinder frühe stehn aus ihren Bettlein auf, daß sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen, kennt auch dich und hat dich lieb.

Satz für Satz (8 Sätze)

Vers 1

FRAGE du wissen, dass Menge FRAGE Stern sich-befinden in Himmel blau?

Weißt du, wie viel Sterne stehen an dem blauen Himmelszelt?

Anmerkungen (2)
  • ka am Anfang macht eine Ja-Nein-Frage („Weißt du …?“). Das ka hinter duvu gehört zum de-Satz und ergibt die indirekte Frage „wie viele“.
  • „Himmelszelt“ = goka (Himmel).

Vers 1

FRAGE du wissen, dass Menge FRAGE Wolke gehen weit-ADV auf Welt ganz?

Weißt du, wie viel Wolken gehen weithin über alle Welt?

Anmerkungen (1)
  • „über alle Welt“ = he bida nali (über die ganze Welt). nalu bida hieße „über jede Welt“.

Vers 1

Gott zählen VERG MZ er, und null Ding fehlen für er von Menge ganz groß

Gott der Herr hat sie gezählet, daß ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl.

Anmerkungen (2)
  • „auch nicht eines“ = nomu tama (nichts).
  • „Zahl“ = duva (Menge); nali und biri beziehen sich beide auf duva.

Vers 2

FRAGE du wissen, dass Menge FRAGE Tier-klein spielen in Wärme hell Sonne?

Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der hellen Sonnenglut?

Anmerkungen (2)
  • „Mücklein“ = vemisa (Insekt; vem + -is-).
  • „Sonnenglut“ = rida sela (Wärme der Sonne); lumi steht dazwischen und zählt in der Kette nicht mit.

Vers 2

ka tu rike, de duvu ka fokisa vuridene lo luti di nima lumi?

FRAGE du wissen, dass Menge FRAGE Fisch-klein kalt-machen er selbst in Wasser hell?

Wie viel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut?

Anmerkungen (3)
  • Hey lässt „Weißt du“ hier weg. In Senatola braucht der Satz es: Ein ka hinter einem Wort ohne de-Satz wäre eine direkte Frage, die eine Zahl als Antwort verlangt.
  • „sich kühlen“ = vuridene lo luti (kalt + -en-). Die Menge gilt für jeden einzelnen Fisch, deshalb lo luti.
  • „auch“ ist weggelassen.

Vers 2

Gott rufen VERG Name MZ er, und alle er kommen VERG zu Leben, und MZ er Menge NAH froh-sein in Zeit NAH

Gott der Herr rief sie mit Namen, daß sie all ins Leben kamen, daß sie nun so fröhlich sind.

Anmerkungen (4)
  • „mit Namen rufen“ = senafase meba ma lo (ihre Namen rufen).
  • „ins Leben kommen“ = gole va vela, wörtlich wie bei Hey.
  • „alle“ = nalu lo: Das Mengenwort steht vor dem Personwort wie vor einem Nomen.
  • „so fröhlich“ = duvu hi bale (so viel froh sein); das Mengenwort steht vor dem Verb wie pulu in lo pulu vupile.

Vers 3

FRAGE du wissen, dass Menge FRAGE Kind aufstehen früh-ADV von schlafen-Gegenstand-klein er selbst? MZ er froh-sein ohne Sorgen und Schwierigkeit durch Tag

Weißt du, wie viel Kinder frühe stehn aus ihren Bettlein auf, daß sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf?

Anmerkungen (4)
  • femotisa lo luti: Jedes Kind steht aus seinem eigenen Bettchen auf.
  • Der „daß“-Satz ist eine eigene Aussage geworden. Mit su angehängt gehörte er zum de-Satz und damit zur Frage.
  • sa gilt für beide mit su verbundenen Nomen. „Mühe“ = goma (Schwierigkeit).
  • „im Tageslauf“ = ru nupa (den Tag hindurch; ru + Zeit-Nomen = Dauer).

Vers 3

Gott der sich-befinden in Himmel froh-sein in Sache alle er. er wissen du AUCH, und er lieben du

Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen, kennt auch dich und hat dich lieb.

Anmerkungen (3)
  • „Gott im Himmel“ als Relativsatz: lavema di goka ginge nicht, denn eine Präpositionsgruppe gehört zum ganzen Satz. Der Relativsatz am Subjekt endet beim Verb bale.
  • „Lust und Wohlgefallen haben an“ = sich freuen über (bale di tama).
  • „kennt auch dich“ = rike tu mo; mo steht hinter tu. „kennen“ und „wissen“ sind ein Begriff (rike).