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10. Oktober 2026 · aus dem Deutschen · 11 Sätze

Der alte Großvater und der Enkel

Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Haus-Märchen, 7. Auflage 1857, Nr. 78 (gemeinfrei), Text nach de.wikisource.org.

Wörtlich: MZ = ma, NICHT = ne, SOLL = vo, ZITAT = re, NAH = hi, FERN = da, NUR = so, AUCH = mo, WIEDER = ha. Zusammensetzungen mit Bindestrich.

Ganzer Text am Stück

melalafa pulu vuguni vele di lusa da. ma nosa lo vutole, su ma dota lo nore ne, su ma tobarafa lo pigove. lo tose di guka, su lo vefe vunako fodaka. su lo larene pulo namakiga he guka, su fapu namakiga tovule ha ko peva lo. vulisalafa lo su fedara vulisalafa fadole tama hi. dusalafa vuguni tome tosa di lifusa gi dunota ko vera hi. ma lo beve nama va lo di bedanamisa geda, su nama rade ne. lo vese vubalo guka, su ma nosa lo bame kiga. ma gora pigovi lo pune ne vefa naki bedanamisa di pavu lusa. bedanamisa lare va sema, su lo bame lika. fedara guni senapare, ho dusalafa vusene su jutavubale so. fedara nide bedanamisa veba fu dusalafa ru vupulu bova. dusalafa tome nama ko bedanamisa hi. ma lo tose di guka, su vudusa vubiri je vele ru fenu basa genene ma nifisa veba he sema. lisalafa pabe re „tu bine tama ka?“ pina vupabe re „mi bine bedavemisa.“ re „mi bame vi bira.“ re „vo lisalafa mi su lisanira mi name ko bedavemisa hi gi tama hi!“ melalafa su melanira vese seremo ru lusa vubiri, su ma lo rive gusa. ma lo vefagole pulu pamo dusalafa vuguni va guka. dusalafa name nalo ga ma lo ko lusa da. su ma lo vusene nalo, fi dusalafa larene vupulu namakiga.

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, … … und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm naß. Einmal auch konnten seine zitterigen Hände das Schüsselchen nicht fest halten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen. Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. „Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein,“ antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“ Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fiengen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch … … und ließen ihn von nun an immer mit essen, sagten auch nichts wenn er ein wenig verschüttete.

Satz für Satz (11 Sätze)

Person-männlich sehr alt leben in Zeit FERN. MZ Auge er unklar-sein, und MZ Ohr er hören NICHT, und MZ Bein-Mitte er zittern

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm.

Anmerkungen (3)
  • „steinalt“ = pulu vuguni (sehr alt); pulu vor einem Adjektiv bemisst es.
  • „trüb“ = vutole (unklar sein), „taub“ = die Ohren hören nicht.
  • Knie = tobarafa (Bein + Mitte), zittern = pigove. Die „zitterigen Hände“ sind später ma gora pigovi.

er sitzen in Tisch, und er halten schwach-ADV Löffel. und er fallen-machen oft Essen-nass auf Tisch, und einige Essen-nass fließen WIEDER von Mund er

Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund.

Anmerkungen (4)
  • „wenn“ steht hier für eine Gewohnheit, nicht für eine Bedingung; deshalb kein fi, sondern pulo (oft) beim Verschütten.
  • „kaum halten können“ = vefe vunako (schwach halten).
  • „verschütten“ = larene (fallen + -en-: fallen lassen), neuer Begriff. „fließen“ = tovule.
  • „Tischtuch“ ist weggelassen: he guka (auf den Tisch). Es wäre risema guka (Stoff des Tisches).

Nachkomme-männlich er und Ehepartner Nachkomme-männlich sich-ekeln Ding NAH. Großelternteil-männlich alt müssen Sitzen in Ecke hinter Ofen von Grund NAH

Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, …

Anmerkungen (4)
  • „dessen Frau“ = fedara vulisalafa (die Frau des Sohnes). fedara lo hieße hier „seine (des Großvaters) Frau“.
  • „sich ekeln vor“ = fadole mit dem Ekligen als Objekt.
  • „deswegen“ = ko vera hi am Satzende; eine Präpositionsgruppe steht im Rest. „endlich“ ist weggelassen, sonst stünden vier Präpositionsgruppen hintereinander.
  • „hinter“ = gi.

MZ er geben Essen zu er in Behälter-Essen-klein Erde, und Essen genug-sein NICHT. er sehen traurig-ADV Tisch, und MZ Auge er werden Nässe

… und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm naß.

Anmerkungen (3)
  • Schüsselchen = Teller + -is- (bedanamisa); bedanama ist wörtlich „Behälter für Essen“. „irden“ = Nomen + Nomen: bedanamisa geda (Schüsselchen aus Erde), wie „aus Stein“.
  • „nicht einmal satt“ = das Essen ist nicht genug (rade ne, Menge + -e).
  • „naß werden“ = bame kiga (werden + Nässe), wie bame bira (groß werden).

ma gora pigovi lo pune ne vefa naki bedanamisa di pavu lusa. bedanamisa lare va sema, su lo bame lika.

MZ Hand zittern-ADJ er können NICHT Halten stark Behälter-Essen-klein in eins Zeit. Behälter-Essen-klein fallen zu Boden, und es werden Kaputtheit

Einmal auch konnten seine zitterigen Hände das Schüsselchen nicht fest halten, es fiel zur Erde und zerbrach.

Anmerkungen (2)
  • „zitterig“ = pigovi (Adjektiv aus „zittern“). „fest halten können“ = pune vefa naki (können + starkes Halten). naki bestimmt vefa, bedanamisa ist betroffen.
  • „zerbrechen“ (von selbst) = bame lika (kaputt werden); likene wäre „etwas zerbrechen“.

Ehepartner neu sprechen-wütend, aber Großelternteil-männlich schweigen und atmen-traurig NUR

Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur.

Anmerkungen (3)
  • „schelten“ = senapare (sprechen + wütend), „seufzen“ = jutavubale (atmen + traurig): zwei neue Begriffe, gebildet wie senafase (rufen).
  • „jung“ und „neu“ sind ein Begriff (guni): fedara guni = die junge Frau.
  • dusalafa statt lo, weil lo nach fedara auf die Frau zeigen könnte.

Ehepartner kaufen Behälter-Essen-klein Holz für Großelternteil-männlich durch wenig Geld. Großelternteil-männlich müssen Essen von Behälter-Essen-klein NAH

Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen.

Anmerkungen (1)
  • „für ein paar Heller“ = ru vupulu bova (mit wenig Geld; ru = Mittel).

MZ er sitzen in Tisch, und Enkel klein der leben durch vier Jahr sammeln MZ Teil-klein Holz auf Boden

Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen.

Anmerkungen (2)
  • „von vier Jahren“ = je vele ru fenu basa (der vier Jahre lang lebt). Der Relativsatz am Subjekt endet beim Verb des Hauptsatzes (genene).
  • Brettlein = nifisa veba (kleine Stücke Holz).

lisalafa pabe re „tu bine tama ka?“ pina vupabe re „mi bine bedavemisa.“ re „mi bame vi bira.“ re „vo lisalafa mi su lisanira mi name ko bedavemisa hi gi tama hi!“

Elternteil-männlich fragen ZITAT du machen Ding FRAGE? Kind antworten ZITAT ich machen Behälter-Tier-klein. ZITAT ich werden ZUK Größe. ZITAT SOLL Elternteil-männlich ich und Elternteil-weiblich ich essen von Behälter-Tier-klein NAH nach Ding NAH!

„Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein,“ antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“

Anmerkungen (4)
  • Die wörtliche Rede steht am Satzende; „fragte der Vater“ kommt deshalb vorher.
  • Trog = bedavema (Behälter + Tier), neuer Begriff; Tröglein = bedavemisa. Dass es ein Futtertrog ist, gehört zur Pointe.
  • „wenn ich groß bin“ ist kein Fall für fi (das ist nur Bedingung), sondern Zeit: zwei Sätze, „ich werde groß werden“ und „danach“ (gi tama hi).
  • vo gilt auch in der wörtlichen Rede; das Satzzeichen ist das des zitierten Satzes (!).

Person-männlich und Person-weiblich sehen tauschen-ADV durch Zeit klein, und MZ er beginnen Weinen. MZ er bringen sehr bald-ADV Großelternteil-männlich alt zu Tisch

Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fiengen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch …

Anmerkungen (2)
  • „sich ansehen“ = vese seremo (einander sehen).
  • „holen“ = vefagole (bringen), „alsofort“ = pulu pamo (sofort).

Großelternteil-männlich essen immer mit MZ er von Zeit FERN. und MZ er schweigen immer, wenn Großelternteil-männlich fallen-machen wenig Essen-nass

… und ließen ihn von nun an immer mit essen, sagten auch nichts wenn er ein wenig verschüttete.

Anmerkungen (2)
  • „von nun an“ = ko lusa da (seit jener Zeit; ko + Zeit-Nomen = seit). „ließen ihn mitessen“ ist als Tatsache gesagt: Er isst immer mit ihnen.
  • „immer wenn“ = nalo + fi-Satz.