Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, … … und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm naß. Einmal auch konnten seine zitterigen Hände das Schüsselchen nicht fest halten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen. Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. „Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein,“ antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“ Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fiengen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch … … und ließen ihn von nun an immer mit essen, sagten auch nichts wenn er ein wenig verschüttete.
Nachkomme-männlich er und Ehepartner Nachkomme-männlich sich-ekeln Ding NAH. Großelternteil-männlich alt müssen Sitzen in Ecke hinter Ofen von Grund NAH
Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, …
Anmerkungen (4)
„dessen Frau“ = fedara vulisalafa (die Frau des Sohnes). fedara lo hieße hier „seine (des Großvaters) Frau“.
„sich ekeln vor“ = fadole mit dem Ekligen als Objekt.
„deswegen“ = ko vera hi am Satzende; eine Präpositionsgruppe steht im Rest. „endlich“ ist weggelassen, sonst stünden vier Präpositionsgruppen hintereinander.
MZ er geben Essen zu er in Behälter-Essen-klein Erde, und Essen genug-sein NICHT. er sehen traurig-ADV Tisch, und MZ Auge er werden Nässe
… und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm naß.
Anmerkungen (3)
Schüsselchen = Teller + -is- (bedanamisa); bedanama ist wörtlich „Behälter für Essen“. „irden“ = Nomen + Nomen: bedanamisa geda (Schüsselchen aus Erde), wie „aus Stein“.
„nicht einmal satt“ = das Essen ist nicht genug (rade ne, Menge + -e).
„naß werden“ = bame kiga (werden + Nässe), wie bame bira (groß werden).
Ehepartner kaufen Behälter-Essen-klein Holz für Großelternteil-männlich durch wenig Geld. Großelternteil-männlich müssen Essen von Behälter-Essen-klein NAH
Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen.
Anmerkungen (1)
„für ein paar Heller“ = ru vupulu bova (mit wenig Geld; ru = Mittel).
Elternteil-männlich fragen ZITAT du machen Ding FRAGE? Kind antworten ZITAT ich machen Behälter-Tier-klein. ZITAT ich werden ZUK Größe. ZITAT SOLL Elternteil-männlich ich und Elternteil-weiblich ich essen von Behälter-Tier-klein NAH nach Ding NAH!
„Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein,“ antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“
Anmerkungen (4)
Die wörtliche Rede steht am Satzende; „fragte der Vater“ kommt deshalb vorher.
Trog = bedavema (Behälter + Tier), neuer Begriff; Tröglein = bedavemisa. Dass es ein Futtertrog ist, gehört zur Pointe.
„wenn ich groß bin“ ist kein Fall für fi (das ist nur Bedingung), sondern Zeit: zwei Sätze, „ich werde groß werden“ und „danach“ (gi tama hi).
vo gilt auch in der wörtlichen Rede; das Satzzeichen ist das des zitierten Satzes (!).
Person-männlich und Person-weiblich sehen tauschen-ADV durch Zeit klein, und MZ er beginnen Weinen. MZ er bringen sehr bald-ADV Großelternteil-männlich alt zu Tisch
Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fiengen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch …