Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, daß man das Trockene sehe. Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, daß sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, daß da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
Gott geben-Name Licht ZITAT Tag. und er geben-Name Dunkelheit ZITAT Nacht. Abend und Morgen gleich-sein Tag erster
und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
Anmerkungen (3)
„nennen“ = bevamebe, der neue Name als zitiertes Wort mit re. Ein zitierter Kurzsatz bekommt das Satzzeichen des ganzen Satzes hinter dem Anführungszeichen.
Da das Zitat den Satz beendet, steht jede Benennung in einem eigenen Satz.
Kehrvers: „Abend und Morgen sind der erste Tag“ (lute = derselbe sein). Die Ordnungszahl steht als Adjektiv hinter dem Nomen.
Gott machen Ding hart, und er getrennt-machen MZ Wasser durch es. einige Wasser sich-befinden unter Ding hart, und einige Wasser sich-befinden auf Ding hart. und es geschehen Art NAH
Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also.
Anmerkungen (2)
„das Wasser unter der Feste“ bräuchte einen Relativsatz (nima je fale mu …). Am Objekt reicht er bis zum Satzende und würde „von dem Wasser über der Feste“ verschlucken. Deshalb: Gott trennt die Wasser durch die Feste. Ein Teil ist unten, ein Teil oben.
„Und es geschah also“ = su lo nabe folo hi (und es geschieht so); Kehrvers wie im Original.
Gott sprechen ZITAT SOLL Erde wachsen-machen Gras und Pflanze und Baum! ZITAT SOLL alle Pflanze haben Samen Art es selbst, und alle Baum haben Frucht und Samen Art es selbst! und es geschehen Art NAH
Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also.
Die Relativsätze („das sich besame“, „da ein jeglicher … trage“) sind ein eigener Satz geworden: Nach einer Aufzählung würde ein Relativsatz am ersten Glied alle folgenden Glieder verschlucken.
„ein jeglicher nach seiner Art“: Eine Menge gilt für jedes einzelne (nalu bima = jede Pflanze). fonova fola lo luti = Samen seiner eigenen Art; lo luti zeigt auf das Subjekt, also auf jede einzelne Pflanze.
Beide vo-Sätze sind mit su verbunden; das vo am Anfang gilt für beide.
Erde wachsen-machen Gras und Pflanze und Baum. alle Pflanze haben Samen Art es selbst, und alle Baum haben Frucht und Samen Art es selbst. Gott sehen, dass es gut-sein
Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Anmerkungen (1)
Wie im Original wiederholt der Vers den Befehl als Bericht.
Gott sprechen ZITAT SOLL MZ Licht sich-befinden in Himmel! ZITAT SOLL MZ es getrennt-machen Tag von Nacht, und MZ es sehen-machen MZ Zeichen und MZ Zeit und MZ Tag und MZ Jahr!
Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre
Anmerkungen (3)
„an der Feste des Himmels“ = di goka: Die Feste heißt seit Vers 8 goka.
Der Relativsatz („die da scheiden …“) ist ein eigener vo-Satz. Das vo am Anfang gilt für beide mit su verbundenen Hauptsätze.
„Zeichen geben“ = vesene ma luva (Zeichen zeigen).
Gott neu-machen MZ Fisch-groß und alle Tier leben-ADJ und alle Vogel. alle Tier haben Art es selbst. Gott sehen, dass es gut-sein
Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, daß da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Anmerkungen (3)
Wal = fokabira (Fisch + groß), neuer Begriff.
„davon das Wasser sich erregte“ (die Wassertiere) fehlt in der Aufzählung: Eine Präpositionsgruppe di nima mitten in der Aufzählung gälte für alle folgenden Glieder.
„ein jegliches nach seiner Art“ = Jedes Tier hat seine eigene Art (nalu vema gilt für jedes einzelne).
Gott geben Gutes zu MZ es, und er sprechen ZITAT SOLL MZ du haben viel Nachkomme, und MZ du füllen MZ Meer! ZITAT SOLL MZ Vogel haben viel Nachkomme in Erde!
Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.
Anmerkungen (2)
„segnen“ = Gutes geben, wie in den Sterntalern.
„Seid fruchtbar und mehrt euch“ = habt viele Nachkommen (bure pulu vulisa). bame pulu ginge nicht: Ein Mengenwort steht nie ohne Nomen.
Gott sprechen ZITAT SOLL Erde machen MZ Tier-Haus und MZ Tier-klein und MZ Tier anders! ZITAT SOLL alle Tier haben Art es selbst! und es geschehen Art NAH
Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.
Gott machen MZ Tier anders und MZ Tier-Haus und MZ Tier-klein. alle Tier haben Art es selbst. Gott sehen, dass es gut-sein
Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Gott sprechen ZITAT SOLL MZ ich machen MZ Person! ZITAT MZ es gleich-sein ZUK Bild MZ ich. ZITAT SOLL MZ es führen MZ Fisch Meer und MZ Vogel Himmel und MZ Tier-Haus und Erde ganz und alle Tier-klein!
Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Anmerkungen (4)
„Laßt uns“ = vo ma mi. Luther lässt Gott in der Mehrzahl sprechen; das bleibt.
„ein Bild, das uns gleich sei“ = Sie werden unser Bild sein (lute bava ma mi).
„die Fische im Meer“ = ma foka baga (Nomen + Nomen: die Fische des Meeres). Mit di baga gälte die Präposition für alle folgenden Glieder der Aufzählung.
Gott geben Gutes zu MZ er, und er sprechen zu MZ er ZITAT SOLL MZ du haben viel Nachkomme, und MZ du füllen Erde, und MZ du führen Erde und MZ Fisch Meer und MZ Vogel Himmel und alle Tier-klein!
Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
Anmerkungen (2)
Das vo am Anfang gilt für alle drei mit su verbundenen Hauptsätze.
„untertan machen“ und „herrschen“ sind beide vukipe.
Gott sprechen ZITAT SOLL MZ du sehen! ZITAT ich geben SCHON alle Pflanze und alle Baum zu MZ du für Essen MZ du. ZITAT alle Pflanze haben Samen, und alle Baum haben Frucht
Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise,
Anmerkungen (3)
„Seht da“ = vo ma tu vese!.
„ich habe gegeben“ = beve ti (schon gegeben).
Die Relativsätze („das sich besamt“, „die sich besamen“) sind ein eigener Satz; hinter dem ersten Glied würden sie die Aufzählung verschlucken.
ZITAT und ich geben SCHON alle Pflanze grün zu alle Tier Erde und alle Vogel Himmel und alle Tier-klein für Essen MZ es. und es geschehen Art NAH
und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also.
Anmerkungen (2)
va gilt für alle drei mit su verbundenen Empfänger.
Der zitierte Satz beginnt mit su und schließt an den vorigen an.