Senatola

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11. Oktober 2026 · Warum ist das so?

Warum ist das so? Keine Ausnahmen

Willkommen im Senatola-Blog! In der Reihe „Warum ist das so?“ schauen wir hinter die Kulissen: Warum ist Senatola gebaut, wie es gebaut ist? Wir beginnen mit dem obersten Grundsatz: keine Ausnahmen.

Was Ausnahmen kosten

Im Deutschen heißt es „ich gehe, ich ging, ich bin gegangen“, aber „ich lache, ich lachte, ich habe gelacht“. Wer Deutsch lernt, muss sich hunderte solcher Formen einzeln merken. Jede Ausnahme ist ein kleiner Stolperstein, und zusammen sind sie der Grund, warum Sprachen lernen so lange dauert.

Wie Senatola es macht

In Senatola ändert sich ein Verb nie. Die Zeit zeigt ein kleines Wort nach dem Verb:

mi name nama.

Ich esse Essen.

lo name po nama.

Er aß Essen. po zeigt die Vergangenheit.

ma lo name vi nama.

Sie werden Essen essen. ma macht die Mehrzahl, vi zeigt die Zukunft.

Dasselbe gilt überall: Die Mehrzahl ist immer ma, ein Nomen endet immer auf -a, ein Verb immer auf -e, und das Gegenteil bildet immer vu-: biri (groß), vubiri (klein).

Und was kostet das?

Ganz ohne Preis geht es nicht. Manche Sätze werden länger, weil Senatola lieber umschreibt, als eine Sonderregel einzuführen. „Das größte Haus“ heißt zum Beispiel „das Haus, das größer ist als alle Häuser“. Das ist der Tausch, den Senatola bewusst eingeht: lieber ein einfacher, längerer Satz als eine Regel mit Ausnahme.

Jede neue Regel wird deshalb gegen alle bestehenden geprüft, bevor sie gilt. Alle Entscheidungen stehen mit Begründung im Protokoll des Projekts. Mehr dazu auf der Seite Über das Projekt.